© Copyright Mk-Lauffen 2016
Marktmusikkapelle Lauffen
Auszüge aus dem Wirken der Kapelle
Am 21. Mai 1950 wurde der Tag der Blasmusik abgehalten. Kapellmeister war damals Alois Zeppezauer. Forstinger Alois hatte die Funktion des Schriftführers inne. Er berichtet in der Chronik über den Ablauf dieses Tages: Es war sehr schönes Wetter, die Musik war 22 Mann stark und in Begleitung von 6 Mädchen, welche die Festabzeichen verkauften, wo wir eine schöne Einnahme hatten. Um 05.00 Uhr war der Tagrewell, wir marschierten durch Lauffen, Anzenau, hinüber nach Weissenbach, von dort nach Engleitengut über die Eisenbahnbrücke nach Sulzbach ins Kinderheim. Dort wurden ein paar Märsche gespielt, und man bescherte uns mit einer Jause. Um 10 Uhr kamen wir in Lauffen an, wo wir dann am Marktplatz ein kleines Platzkonzert gaben. Nachmittags marschierten wir um 3 Uhr nach Weissenbach, wo wir im Gasthaus Petter ein Konzert gaben. Von Weissenbach marschierten wir um 1/2 6 wieder zurück nach Lauffen, wo wir Herrn Altkapellmeister Machart zu seinem 40 jährigen Ehejubiläum gratulierten. Um 8 Uhr abends spielte dann das Quardett zum Tanz auf. Daraus ersieht man, daß damals die Musikkapelle Lauffen von 5.00 Uhr Früh bis etwa Mitternacht, oder auch länger, musikalisch unterwegs war.
Da die Kapelle wenig Geld zur Verfügung hatte, und man der Bevölkerung eine weitere Belastung ersparen wollte,ersuchte man das Forstamt Goisern, Holzschlägerungen durchführen zu dürfen. Dieses Holz, zu einem ermäßigtem Preis, wurde sodann verkauft. Der Reinerlös dieser 40 qm, welche mit einem Arbeitsaufwand von 750 Stunden geschlägert wurden, diente zum Ankauf einer einheitlichen Kleidung der Kapelle. Diese 750 Arbeitsstunden, die von den Musikkameraden und einigen Gönnern geleistet wurden, war für jeden einzelnen ein riesengroßes Opfer. Dies war nur durch die kameradschaftliche Zusammenarbeit zum Wohle der Kapelle möglich.
1951 machte man es sich zur Aufgabe, eine einheitliche Bekleidung anzuschaffen,
Einkleidungsfeier 1952
Unser aktives Mitglied Rainer Paul erinnert sich vom Höhrensagen, daß beim ersten Arbeitseinsatz zwar einige Sappeln und Schöpser mitgenommen wurden, auch eine Seilbahn für den Transport des Holzes über einen großen Graben stand zur Verfügung. Auf eine Säge wurde aber leider vergessen, und so endete dieser erste Arbeitseinsatz beim Weissenbachwirt.
Festzug in Bad Ischl